Netzhautvenenverschluss

Netzhautvenenverschluss (retinaler Venenverschluss, Zentralvenenverschluss, ZVV): Thrombose der zentralen Netzhautvene (Vena centralis retinae) oder eines ihrer Seitenäste mit einseitiger, schmerzloser Sehverschlechterung. Meist sind lokale Blutgerinnsel (Thromben) an Stellen, an denen sklerotische Arterien die benachbarte Vene zusammendrücken, der Auslöser.

Die Erkrankung

Ursache ist in der Regel die für die Arteriosklerose verantwortliche Grunderkrankung wie Diabetes oder Bluthochdruck. Die Prognose ist günstiger als bei einem Netzhautarterienverschluss, die Hälfte der Patienten behält nach einem Venenverschluss ein Sehvermögen von mindestens 50 %.

Das macht der Arzt

Die Behandlung im akuten Stadium erfolgt durch einen Internisten mit blutverdünnenden Medikamenten und/oder Infusionen, um den Hämatokritwert auf unter 38 % zu senken. Die Ursachen der Thrombose müssen geklärt und die Grunderkrankung behandelt werden.

In den Monaten nach einem Netzhautvenenverschluss kann sich durch Gefäßneubildungen ein sekundäres Glaukom entwickeln, deshalb sind monatliche Nachuntersuchungen erforderlich. Eventuell müssen die neu gebildeten Gefäße durch Laser verödet werden (Laserkoagulation).

Autor(en): Dr. rer. nat. Katharina Munk