Kurkuma

Kurkuma, © by MedPharm
Wissenschaftlicher Name: Curcuma longa
Allgemein
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist vor allem als Gewürz bekannt. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Currypulver, einer Mischung aus verschiedenen Gewürzen. Der enthaltene Farbstoff Curcumin gibt dem Curry seine charakteristische gelbe Farbe.
In Indien findet Kurkuma seit mehreren tausend Jahren Verwendung, zum einen in der Küche, zum anderen in der traditionellen Heilkunst. Auch die moderne Medizin hat Kurkuma für sich entdeckt. Denn die Wurzel enthält ätherische Öle, die die Bildung von Gallensaft anregen und so die Verdauung fördern und bei Verdauungsstörungen helfen. Neuere Studien deuten auf entzündungs- und krebshemmende Wirkung von Kurkuma hin, jedoch fehlen noch genauere Untersuchungen.
Charakteristik
Die Heimat von Kurkuma ist wahrscheinlich Indien. Heute wird die Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse darüber hinaus in tropischen Gebieten Südostasiens angebaut. Die lilienartigen Blätter sind bis zu 1,2 Meter lang, die Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen. Die Blüten bestehen aus einem zapfenartigen gelbe Blütenstand und blassgrünen, zu Taschen vereinigten Hochblättern. Verwendung findet nur der Wurzelstock, dessen Wurzeln am Ende zu elliptischen Knollen verdickt und innen gelblich-braun gefärbt sind.
Anwendungsbereiche
Innere Anwendung: bei Verdauungsstörungen, besonders bei VöllegefühlVolksmedizin (innerlich): bei Oberbauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Fieber, Wassersucht, Bronchitis, Erkältungen, Würmern, Lepra, Nieren- und Blasenentzündungen, Kopfschmerzen und KolikenVolksmedizin (äußerlich): Wunden, Augenentzündungen, Hauterkrankungen, Prellungen und Entzündungen der MundschleimhautIndische Medizin: bei Entzündungen, Wunden, Juckreiz, Bauchbeschwerden, Blähungen, Verstopfung und KolikenChinesische Medizin: bei Brust, Rippen- und Bauchschmerzen, Leber- und Magenschmerzen, Nasenbluten, blutigem Erbrechen und Hitzschlag
Sonstige Verwendung
Haushalt: als Gewürz, vor allem in Curry Landwirtschaft: in Reis und Weizen zur Abwehr von InsektenIndustrie: als Färbemittel von Nahrungsmitteln, Kosmetika, Stoffen, Lacken, Papier und Leder
Dosierung
Tagesdosis: 1,5–3 g DrogeTee: 1,3 g (knapper Teelöffel) auf 150 ml Wasser, 10–15 min. ziehen lassen, 2–3 Tassen zwischen den MahlzeitenTinktur (1:10): 10–15 Tropfen 2–3 mal täglichPulver: 2–3 mal täglich nach den Mahlzeiten
Hinweise
Bei längerem oder übermäßigem Gebrauch können Magenbeschwerden auftreten.
Patienten, die an Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege leiden, sollten Kurkuma nur nach Absprache mit dem Arzt verwenden.
Autor(en): Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke; Katrin Stegherr
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