Zum Schutz der Augen ist bei Sonnenbrillen entscheidend, wie viel UV-Licht sie absorbieren.

Achtung beim Sonnenbrillen-Kauf
Tönung allein nicht ausreichend

Bei der Wahl der richtigen Sonnenbrille kommt es nicht nur auf die Tönung der Gläser an. Auch der UV-Schutz spielt eine wichtige Rolle. Wie Sie Ihre Augen optimal schützen.

Der Blendschutz (Tönung) einer Sonnenbrille ist im Sommer nicht das einzige, worauf Käufer achten sollten. „Denn die Tönung sagt nichts über den UV-Schutz aus. Einen wirklich guten Lichtschutz bieten nur Sonnenbrillen mit integriertem UV-Schutz“, verrät Dirk Greten vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Ohne UV-Schutz droht Sonnenbrand der Binde- und Hornhaut

Dunkle Gläser ohne ausreichenden UV-Schutz können die Augen sogar zusätzlich schädigen, indem sie die Pupillen weiten, wodurch sogar mehr schädliche Strahlen ins Auge gelangen. Das kann zu einer Art Sonnenbrand auf der Binde- und Hornhaut führen, auch Schneeblindheit oder Verblitzung genannt.

CE-Kennzeichnung garantiert ausreichenden Schutz

Einen nach EU-Richtlinien ausreichenden UV-Schutz bis 380 Nanometer garantiert die CE-Kennzeichnung. Auch bei der Angabe „UV 400“ können sich Käufer sicher sein, dass alle Strahlen bis zu dieser Wellenlänge absorbiert werden. Zusätzlichen Schutz vor Streulichteinfall bieten Modelle, die bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand reichen.

Im Urlaub lohnen sich stärker getönte Gläser

Die Tönung der Brillengläser ist in 5 Kategorien (0 bis 4) eingeteilt. „Ein guter Blendschutz für unsere Breitengrade ist die Kategorie 2. Damit werden 57 bis 82 Prozent des Lichtes absorbiert“, erklärt Greten. Dunkle Gläser sind beim Urlaub in südlichen Gefilden sowie am Strand oder in den Bergen anzuraten – allerdings nicht beim Autofahren.

Quelle: KKH


17.07.2017 | Autor(en): Leonard Olberts; Bild: © Roman Samborskyi/Shutterstock