Eine Verschlechterung der Fähigkeit, motorische Handlungen zu planen, kann für Gefahren im Straßenverkehr sorgen.

Verschlechterte Motorik bei Senioren
Motorisches Training im Alter wichtig

Die Fähigkeit, motorische Handlungen zu planen, sinkt im hohen Alter rapide. Damit Senioren in ihrem Alltag nicht zu stark eingeschränkt sind, empfehlen sich gezielte Trainingsmaßnahmen.

Motorische Planungsfähigkeit von 70-Jährigen entspricht Kindern

Forschende der Universitäten Rostock, Freiburg und Paderborn haben herausgefunden, dass bei Senioren nicht nur die Motorik eingeschränkt ist, sondern bereits die Fähigkeit, vorausschauend Bewegungen zu planen. Ab einem Alter von ca. 70 Jahren sinke sie sogar auf ein Niveau von unter 10-jährigen Kindern. Mögliche Ursache ist laut den Forscher ein Rückgang kognitiver Kapazitäten, aber auch die geringere Beweglichkeit im Alter.

Risiko für andere Personen im Straßenverkehr

Gerade in Hinblick auf eine steigende Lebenserwartung sollten daher frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden – in Form eines motorischen und/oder kognitiven Trainings. Senioren müssen ansonsten mit zunehmenden Einschränkungen alltäglicher Tätigkeiten wie Laufen, Treppensteigen und Kochen rechnen. In Bezug auf die Teilnahme am Straßenverkehr sollten eventuell Tauglichkeitsprüfungen erwogen werden, empfehlen die Experten. Hier würden durch die verschlechterte Planungsfähigkeit älterer Autofahrer nämlich auch andere Personen stark gefährdet.

Quelle: Universität Rostock


04.05.2017 | Autor(en): Leonard Olberts; Bild: © l i g h t p o e t/Shutterstock